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1287. Jan. 26. o. O.

Herzog Heinrich V. von Liegnitz bekundet, dass der liegnitzer Bürger Bexscho und sein Sohn Stephan von ihm erlangt hätten ein Dorf (circa Legnicz in merica nostra) zur Colonisirung, welches 25 grosse Hufen enthalten soll, und welches sie Pexschendorf genannt haben. Die Bedingungen, unter denen sie es erhalten haben, sind folgende: Die 8. Hufe behalten sie frei, ebenso einen Kretscham, 2 Mühlen, 3 Fleischbänke, 1 Brot- und 1 Schuhbank nebst 12 Gärten. Auch gebührt ihnen der dritte Pfennig vom Gerichte. Nach achtjähriger Freiheit zahlt jede zinshaftige Hufe 2 mensuras Weitzen, 5 Korn, 5 Hafer und 1 Vierdung Silber als Zehnt. Die Colonisirung dieses Dorfes übernahmen Pexscho und sein Sohn i. J. 1280, überliessen sie jedoch später dem Heinrich und seinem Sohne gleichen Namens und dem Walther, Bauern (villani) zu Beroldisdorf käuflich; diese nannten das Dorf Heinrichsdorf, worüber der Herzog diese Urkunde ertheilt. Zeugen: Peter von Gowsik, Bertold von Borow, Marschalk Themo, Leibarzt Meister Heinrich, Otto und Albert von Slewicz, Boroslaus Pfarrer daselbst und andere. Ausgestellt durch den Notar Friczschco. — In die conversionis Pauli.

Prov.-Arch. Abschr. Elis. Archiv C. D. Heinrich V.


Urkunden-Buch der Stadt Liegnitz und ihres Weichbildes bis zum Jahre 1455 - Herausgegeben dr Friedrich Wilhelm Schirrmacher - Liegnitz 1866



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